Wer einen klaren Überblick über alle Jordan-Modelle sucht, stößt schnell auf eine Mischung aus nummerierten Klassikern, Retros, Lifestyle-Versionen und modernen Basketballschuhen. Ich ordne die komplette Hauptlinie vom Air Jordan 1 bis zum Air Jordan 41 ein, erkläre die wichtigsten Nebenserien und zeige, welches Modell sich für Court, Alltag oder Streetwear wirklich lohnt.
Die Hauptlinie reicht inzwischen bis zum Air Jordan 41
- 41 Hauptmodelle gehören zur nummerierten Air-Jordan-Signature-Serie.
- Air Jordan 1 bis 14 prägen die klassische Ära von Michael Jordan.
- Air Jordan 15 bis 30 stehen für technische Entwicklung und neue Designs.
- Retro-Releases sind Neuauflagen älterer Modelle und keine komplett neuen Generationen.
- Air Jordan 40 und 41 sind wieder konsequent auf modernen Basketball ausgelegt.

Die Air-Jordan-Hauptlinie von 1 bis 41
Die wichtigste Orientierung liefert die nummerierte Signature-Reihe. Sie begann 1985 mit dem Air Jordan 1 und wurde zunächst fast jährlich fortgesetzt. Ausnahmen wie der Sprung vom Air Jordan 30 zum Air Jordan 31 zeigen, dass Jordan Brand nicht jedes Kalenderjahr eine neue Nummer veröffentlicht hat.
| Modell | Erstveröffentlichung | Wofür es steht |
|---|---|---|
| Air Jordan 1 | 1985 | Der ursprüngliche Basketball- und Streetwear-Klassiker |
| Air Jordan 2 | 1986 | Luxuriöseres Design ohne sichtbares Swoosh-Logo |
| Air Jordan 3 | 1988 | Erstes Jumpman-Logo und sichtbare Air-Dämpfung |
| Air Jordan 4 | 1989 | Technischer Look mit Mesh-Einsätzen und markanten Flügeln |
| Air Jordan 5 | 1990 | Haifischzahn-Sohle und auffällige Seitenausschnitte |
| Air Jordan 6 | 1991 | Cleanere Silhouette und Verbindung zum ersten NBA-Titel |
| Air Jordan 7 | 1992 | Neoprenartige Innensocke und stärkerer Futurismus |
| Air Jordan 8 | 1993 | Cross-Straps und besonders markanter Basketball-Look |
| Air Jordan 9 | 1993 | International inspiriertes Design und ungewöhnliche Außensohle |
| Air Jordan 10 | 1994 | Grafische Sohlenliste mit wichtigen Karriereerfolgen |
| Air Jordan 11 | 1995 | Patentleder, Carbonplatte und einer der beliebtesten Retro-Sneaker |
| Air Jordan 12 | 1996 | Robuste Konstruktion und japanisch inspirierte Linien |
| Air Jordan 13 | 1997 | Panther-inspirierte Elemente und runde Dämpfungseinheit |
| Air Jordan 14 | 1998 | Sportwagen-inspirierte Form und Abschluss der ersten Ära |
| Air Jordan 15 | 1999 | Experimentelles Design mit technischer Zunge |
| Air Jordan 16 | 2001 | Abnehmbare Gamasche und Mischung aus Court- und Luxuslook |
| Air Jordan 17 | 2002 | Hochwertige Materialien und sichtbare Inspiration aus dem Jazz |
| Air Jordan 18 | 2003 | Minimalistische Form und versteckte Schnürung |
| Air Jordan 19 | 2004 | Leichtes Obermaterial und ungewöhnliche Käfigstruktur |
| Air Jordan 20 | 2005 | Lasergravuren und starke Hommage an die ersten 20 Jahre |
| Air Jordan 21 | 2006 | Luxuriöse Materialien und modulare Dämpfung |
| Air Jordan 22 | 2007 | Militärisch inspirierte Linien und stabile Performance |
| Air Jordan 23 | 2008 | Handwerkliche Details und besonders flexible Konstruktion |
| Air Jordan 2009 | 2009 | Modernisierte Performance-Silhouette ohne klassische Nummer |
| Air Jordan 2010 | 2010 | Offene Sichtfenster und direkte Verbindung zu Jordans Spielstil |
| Air Jordan 2011 | 2011 | Wechselbare Dämpfung für unterschiedliche Spielertypen |
| Air Jordan 2012 | 2012 | Individuell anpassbare Innenschuhe und Performance-Fokus |
| Air Jordan 28 | 2013 | Hohe, sockenartige Konstruktion für schnellen Basketball |
| Air Jordan 29 | 2013 | Flightplate-Technologie und besonders leichtes Obermaterial |
| Air Jordan 30 | 2016 | Futuristische Optik und Verbindung von Tradition und Innovation |
| Air Jordan 31 | 2016 | Rückkehr des Swoosh mit Flyweave und moderner Dämpfung |
| Air Jordan 32 | 2017 | Flyknit-Obermaterial und sichtbare Anleihen beim Air Jordan 2 |
| Air Jordan 33 | 2018 | FastFit-Schnürsystem ohne klassische Schnürsenkel |
| Air Jordan 34 | 2019 | Sehr leichtes Design und sichtbare Eclipse Plate |
| Air Jordan 35 | 2020 | Weiterentwicklung der Eclipse Plate für Stabilität und Sprungkraft |
| Air Jordan 36 | 2021 | Extrem leichtes Leno-Weave-Obermaterial |
| Air Jordan 37 | 2022 | Innovative Gewebekonstruktion und Fokus auf explosive Bewegungen |
| Air Jordan 38 | 2023 | Support und Beweglichkeit für moderne Positionsspieler |
| Air Jordan 39 | 2024 | ZoomX-Schaum und stärkerer Fokus auf reaktive Dämpfung |
| Air Jordan 40 | 2025 | Full-Length-ZoomX und Zoom Strobel für den modernen Court |
| Air Jordan 41 | 2026 | Leichtere Performance-Silhouette mit neuer Material- und Sohlenkonstruktion |
Für mich sind besonders Air Jordan 1, 3, 4, 5, 6 und 11 die Modelle, die man kennen sollte. Sie haben nicht nur sporthistorische Bedeutung, sondern funktionieren bis heute als eigenständige Streetwear-Silhouetten. Der Air Jordan 40 und 41 verfolgen dagegen ein anderes Ziel: Sie sollen vor allem auf dem Basketballplatz überzeugen und sind weniger als klassische Lifestyle-Sneaker gedacht.
Warum die Modellnummer allein nicht genügt
Bei Jordan bedeutet eine neue Zahl nicht automatisch, dass der Schuh im Alltag besser oder beliebter ist. Ein Air Jordan 28 kann technisch deutlich moderner sein als ein Air Jordan 4, während der ältere Schuh kulturell und modisch viel stärker wahrgenommen wird.
High, Mid und Low
Diese Begriffe beschreiben vor allem die Höhe des Schafts. Der Air Jordan 1 High wirkt am klassischsten und orientiert sich am ursprünglichen Basketballschuh. Die Mid-Version ist meist günstiger und leichter erhältlich, während der Low flacher sitzt und sich unkomplizierter zu Jeans, Cargohosen oder Shorts kombinieren lässt.
OG, Retro und Reimagined
OG steht für eine möglichst originalgetreue Ausführung. Ein Retro bringt ein älteres Modell zurück, kann aber bei Materialien, Form oder Dämpfung leicht vom ursprünglichen Release abweichen. Begriffe wie Reimagined oder Craft signalisieren meist eine neue Interpretation und nicht zwingend historische Genauigkeit.
SE, GS und Varianten für den Alltag
SE bedeutet in der Regel eine besondere Edition mit verändertem Materialmix oder Farbschema. GS steht für Grade School und bezeichnet Kinder- beziehungsweise Jugendgrößen. Modelle wie Jordan 1 Elevate, Jordan 1 Zoom CMFT oder spezielle Low-Versionen richten sich stärker an Lifestyle-Träger als an den echten Wettkampfeinsatz.
Ein häufiger Fehler ist, jede Variante als komplett neues Modell zu zählen. Für eine saubere Übersicht zähle ich den Air Jordan 1 High, Mid und Low deshalb als Varianten innerhalb der ersten Generation, nicht als drei unabhängige Signature-Modelle.
Diese Jordan-Silhouetten gehören außerhalb der Hauptlinie dazu
Die nummerierte Reihe ist nur der bekannteste Teil. Jordan Brand hat über die Jahre zahlreiche eigenständige Modelle veröffentlicht, die auf ältere Air Jordans zurückgreifen oder mehrere Designs miteinander verbinden.
| Modellfamilie | Besonderheit | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Air Jordan 1 Low und Mid | Niedrigere oder vereinfachte Varianten des ersten Modells | Alltag und Streetwear |
| Air Jordan 1 KO | Canvas-Obermaterial und eigenständige Cupsole | Vintage-orientierte Outfits |
| Air Jordan 1 Zoom CMFT | Weicheres Tragegefühl durch Zoom-Dämpfung | Alltag mit mehr Komfort |
| Jordan Dub Zero | Elemente aus mehreren klassischen Air-Jordan-Modellen | Sammler und Retro-Fans |
| Jordan Spizike | Mischung aus mehreren Designs mit Spike-Lee-Referenzen | Markante Streetwear |
| Jordan Son of Mars | Weiterentwicklung der Spizike-Idee | Statement-Look |
| Jordan 6 Rings | Details aus den sechs Meisterschaftsschuhen von Michael Jordan | Basketball-inspirierte Freizeitlooks |
| Jordan Legacy 312 | Kombination aus Air Jordan 1, Air Trainer und Air Jordan 3 | Moderne Retro-Outfits |
| Jordan Max Aura | Vom Air Jordan 1 inspirierte Lifestyle-Serie | Preisbewusster Alltag |
| Jordan Stadium 90 | Retro-Elemente mit bequemer Alltagssilhouette | Streetwear und tägliche Wege |
| Jordan Luka, Zion und Tatum | Eigene Performance-Linien aktueller Jordan-Athleten | Basketballplatz |
| Jordan Why Not? | Russell-Westbrook-Serie mit experimenteller Ausrichtung | Schneller, dynamischer Basketball |
Die wichtigste Grenze liegt hier zwischen Air Jordan und Jordan Brand. Ein Luka 4 oder Zion 4 gehört zur Marke Jordan, ist aber kein nummerierter Air Jordan aus der klassischen Michael-Jordan-Hauptlinie.
Genau diese Unterscheidung verhindert Verwirrung beim Kauf. Wer nach dem berühmten Retro-Look sucht, landet meist bei Air Jordan 1 bis 14. Wer einen aktuellen Basketballschuh braucht, sollte auch die Athletenserien und die Modelle ab Air Jordan 34 berücksichtigen.
Welche Modelle passen zu welchem Zweck
Ich würde die Auswahl nicht allein nach Hype oder Wiederverkaufswert treffen. Entscheidend sind Fußform, Dämpfung, Einsatzort und die Frage, ob der Schuh wirklich getragen oder hauptsächlich gesammelt werden soll.
| Ziel | Gute Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Klassische Streetwear | Air Jordan 1, 3 oder 4 | Ikonische Formen, viele tragbare Farbstellungen und starke Kombinierbarkeit |
| Eleganter Retro-Look | Air Jordan 11 oder 12 | Hochwertige Anmutung und auffällige Details |
| Dezenter Alltag | Air Jordan 1 Low, Max Aura oder Stadium 90 | Flachere Silhouette und unkomplizierter zu kombinieren |
| Aktiver Basketball | Air Jordan 38, 39, 40 oder 41 | Moderne Dämpfung, Halt und bessere Anpassung an schnelle Richtungswechsel |
| Sammlung mit Geschichte | Air Jordan 1 bis 14 | Die prägendste Phase der ursprünglichen Jordan-Ära |
Für den Alltag greife ich persönlich eher zu einem Air Jordan 1 Low oder 3 als zu einem sehr hohen Performance-Modell. Auf dem Court sieht es anders aus: Ein Retro kann stabil wirken, bietet aber nicht automatisch die passende Dämpfung oder den nötigen Halt für regelmäßiges Training.
Auch die Preise unterscheiden sich deutlich. Neue Low- und Mid-Varianten liegen häufig ungefähr bei 130 bis 160 Euro, während viele High-OG- und Retro-Modelle etwa 180 bis 230 Euro kosten. Performance-Modelle bewegen sich oft in einer ähnlichen Größenordnung, wobei Sondereditionen und limitierte Farbvarianten den Preis deutlich nach oben treiben können.
Woran man echte Klassiker von überteuerten Releases unterscheidet
Ein hoher Wiederverkaufspreis sagt wenig über den praktischen Wert eines Schuhs aus. Manche Farbvarianten sind wegen geringer Stückzahlen teuer, obwohl die zugrunde liegende Silhouette im Alltag weniger bequem oder empfindlicher als ein regulärer Release ist.
Auf Form und Material achten
Bei Retros sind die Proportionen des Schafts, die Qualität des Leders und die Form der Zehenbox wichtiger als ein besonders lauter Farbname. Ein Air Jordan 4 kann beispielsweise auf Bildern stark aussehen, sitzt aber je nach Ausführung relativ fest und braucht oft etwas Zeit, bis er bequem wird.
Den Einsatzzweck ehrlich prüfen
Für gelegentliche Wege durch die Stadt funktionieren viele Retro-Modelle gut. Wer jedoch mehrmals pro Woche Basketball spielt, sollte Gewicht, Traktion und Dämpfung prüfen und nicht einfach zum bekanntesten Schuh greifen. Ein älterer Klassiker kann auf dem Court funktionieren, ist aber nicht automatisch die beste technische Wahl.
Lesen Sie auch: Air Jordan 1 - Mythos, Design & Styling-Tipps für die Ikone
Farbcode und Version kontrollieren
Die Namen Chicago, Bred, Royal oder Cement beschreiben meist Farbstellungen und keine eigenen Grundmodelle. Ich achte beim Kauf deshalb auf die genaue Bezeichnung, die Produktnummer und die Ausführung wie OG, Retro, SE oder Low. So lässt sich vermeiden, für einen ähnlichen Look versehentlich deutlich mehr zu bezahlen.
Die beste Jordan-Auswahl für den eigenen Stil
Wer möglichst vielseitig starten möchte, ist mit einem Air Jordan 1 Low oder High gut bedient. Für mehr Charakter und eine sichtbarere Retro-Anmutung sind Air Jordan 3 und 4 meine stärksten Empfehlungen, während der Air Jordan 11 vor allem dann passt, wenn der Schuh selbst das Outfit prägen soll.
Sammler konzentrieren sich meist auf die frühen Generationen und ausgewählte OG-Colorways. Für Spieler zählt dagegen die aktuelle Performance-Linie bis zum Air Jordan 41. Die sinnvollste Entscheidung ist deshalb nicht die Suche nach dem angeblich wertvollsten Modell, sondern die Kombination aus Passform, Nutzung und persönlichem Stil.
Die komplette Reihe lässt sich damit einfach lesen: Air Jordan 1 bis 14 bilden das kulturelle Fundament, Air Jordan 15 bis 30 erweitern die technische und gestalterische Sprache, und Air Jordan 31 bis 41 führen sie in die moderne Basketballwelt. Wer diese drei Phasen auseinanderhält, findet sich im Jordan-Kosmos schnell zurecht und kauft deutlich gezielter.
